Ein perfekter Tag in Bremen (Winter Edition)

Samstag vor dem 3. Advent.

Alle rennen, sind hektisch und auf der verzweifelten Suche nach den letzten Weihnachtsgeschenken.

Ich bin gegen den Strom geschwommen und habe mir die Zeit genommen meine Heimat zu besuchen…

Für einen perfekten Tag braucht man nicht viel. Da wären: Zeit, gute Freunde und den (für diesen Moment) idealen Ort.

Mein Samstag in Bremen begann mit einem gemütlichen Frühstück bei meinen Schwiegereltern. Danach habe ich meinen Mann verabschiedet, der auch seinen perfekten Tag haben wollte, setzte mich in die Bahn und fuhr in die Stadt. Von dort aus bin ich Richtung Viertel gelaufen und da war schon die Kunsthalle, wo zurzeit eine grandiose Ausstellung über Max Beckmann und seine Kunst statt findet. Beeindruckende Bilder, Skizzen, Notizen und eine packende Biographie eines Künstlers, der in seiner Zeit das Erlebte und das war ihn am meisten fasziniert hat: der Zirkus und das Theater in seinen Bildern verarbeitet hat. Sehr empfehlenswert.

Ein Spaziergang durch das Viertel tut meiner Seele immer gut. Und auch dies Mal wurde ich nicht enttäuscht. Ein kleiner Zwischenstopp bei Café Engel und dann ging es auch schon weiter zum Caffee Corner, wo ich eine gute Freundin getroffen habe. Es war wunderbar zu hören, was es alles bei ihr so passiert ist.

Der 8. Geburtstag von dem Sohn meiner besten Freundin in der Bremer Bonbon Manufaktur im Schnoor war wie ein Feuerwerk – es war bunt, es war laut und ganz schön süß. Danke, meine Liebe, dass ich auch dieses Jahr dabei sein durfte.

Kommen wir zum Finale von meinem perfekten Tag… Weihnachtsmarkt Besuch mit meinem Mann. Unsere seit Jahren zelebrierte Rituale haben wir alle durchgeführt.

Erschöpft, aber total glücklich und selig kamen wir wieder nach Hause.

Herzlich willkommen. Neuanfang!

Meine lange Pause, die ich mir gestattet habe, ist zu Ende.

Aller Anfang ist schwer…

Wir haben über ein Jahr nach einer für uns geeigneten Wohnung gesucht. Die meiste Suche hat mein Mann übernommen. Da er derjenige war, der dort einen Job hatte, und vor Ort tätig sein konnte.

Langsam gab ich meine Arbeitsstellen in Bremen auf und nach dem Umzug konzentrierte ich mich auf die neue Wohnung, die komplett neu eingerichtet werden sollte. Das hat mir wie immer einen großen Spaß gemacht. Ich war wieder in meinem Element!

Nun, nach vier Monaten, ist die Wohnung endlich fertig. Unsere Wohlfühloase ist wunderschön und gemütlich geworden. Natürlich finden wir noch Kleinigkeiten, die wir noch ausbessern wollen, aber das bleibt nicht aus – wir sind beide Tüftler und Bastler und ständig „auf der Suche“ – also werden wir vermutlich nie fertig 😉 Und das ist auch gut so. Das macht UNS aus.

Jetzt ist auch die Zeit gekommen, dass ich mich um mich, meine Zukunft und Projekte kümmern kann. Parallel zu Jobsuche bastle ich wieder und versuche meine geliebte Seite zu aktualisieren und sie endlich mal wieder mit neuen Sachen zu füllen.

 

 

Hier ein kleiner Einblick in unseren neuen, eklektischen Heim:
Eklektischer Einrichtungsstil oder anders gesagt: passt das überhaupt zusammen?

Ein paar Fakten:

Dieser Wohnstil erscheint für den ersten Blick vielleicht chaotisch oder sogar kitschig, aber das ist er überhaupt nicht. Es ist ein Stilmix und er ist zu meinen Liebling geworden. Ich mag es bunt und verrückt, aber nicht überall und deswegen wäre eine komplette Wohnung in Boho oder in Shabby Chic Stil zu viel für mich. Andererseits die gesamten Räume im Skandinavischen oder sogar im Minimalistischen Stil wären… nennen wir es „zu erwachsen“ und passen nicht ganz zu meiner Persönlichkeit. Deswegen ist der eklektische Wohnstil wie für mich gemacht. Er beinhaltet einen gekonnten Mix aus verschiedenen Stilen, aber auch Muster- und Strukturmix.

Der Eklektizismus bedeutet für mich Vielfalt. Vielfalt, die Design – Elemente aus verschiedenen Richtungen kombiniert. Zwei wichtige Dinge muss man trotzdem beachten: Gleichgewicht und Harmonie! Wenn schon Möbel aus verschiedenen Epochen und Stilen, dann wenigsten die gleiche Farbe von den Accessoires. Ein roter Faden ist da wirklich von Vorteil, sonst verliert man sich schnell in einem Wunderland aus Formen und Farben. Vielleicht wiederholt sich das Muster von den Vorhängen oder einer Tapete in den Kissen oder dem Teppich – Die Möglichkeiten scheinen hier unbegrenzt. Wenn man afrikanische Masken und indische Figuren mag – nur zu. Dabei sollte man allerdings achten, dass die aus dem gleichen Material sind z.B. Holz. Usw.

Also seid mutig und habt Spaß!!!

Good Bye Bremen

Bremen meine Heimat. Meine Quelle der Inspiration. Mein Herz und Seele.

Wie das so im Leben manchmal geschieht, musste auch ich meine Wahlheimat verlassen. Mein Mann hat 2015 eine super Stelle in Kiel angeboten bekommen und so fingt die Geschichte des Abschieds nehmen an. Wir haben fast zwei Jahre mit einer Wochenendbeziehung versucht. Uns war von Anfang an klar, dass wir keine Typen für so ein Leben sind, aber wir wollten es wenigstens versuchen.

Nach einem Jahr haben wir angefangen nach Wohnungen in Kiel Ausschau zu halten… Die Geschichte kann sich jeder, der in der letzten Zeit versucht hat eine Wohnung zu finden, zu Ende dichten. Nach einem Jahr hatten wir sie – eine 3 Zimmer Altbauwohnung mit Potenzial 😉 Wir haben zugeschlagen!

Und obwohl mein Abschied von Bremen mit der Wohnungssuche angefangen hat, traf mich die Tatsache, dass ich alles was ich hier habe, verlassen muss, wie ein brutaler Schlag ins Gesicht.

Die Stadt, die perfekte, zu kleine Wohnung, meinen Job, und das aller Wichtigste in meinem Leben… Meinen Mittelpunkt – meine Leute und meine beste Freundin.

Mein erster Gedanke war: schade, dass ich die Fähigkeiten von Flash nicht besitze. Ich könnte immer noch im Bremen Wohnen und pünktlich zu Feierabend bei meinem Mann in Kiel sein.   Der zweite Gedanke war: Moment… Wieso kann mein Mann nicht Flash sein, dann könnten wir beide in Bremen bleiben und er könnte nach Feierabend nach Hause kommen. So fantastisch ist mein Gehirn, wenn er keinen zufriedenstellenden Ausweg finden kann, es überlegt sich Superhelden Geschichten und lebt im Wunderland. Na toll!!!

Irgendwie haben wir alle bis zu dem Umzugstag geschafft  die Tatsache zu verdrängen, dass wir weg ziehen. Mit dem Ergebnis, dass die letzten zwei Wochen pure Folter waren. Und dann waren wir weg.

Im Schockzustand und mit Tunnelblick habe ich es geschafft alles zu überstehen.

Und jetzt fehlt mir der Alltag und der Austausch mit meinen Freunden. Natürlich gibt es Telefone und Skype usw. Aber mal eben Kaffe trinken gehen oder bei meiner besten Freundin vorbeischauen und zusammen was bastelln, ist nicht mehr:-(

Also habe ich alle Systeme runter gefahren und versuche mit einem Neustart.

 

 

Mein Bremen…

 

Vorhang auf für Theater mit Popcorn

Gestern kam ich in den Genuss eines Theaterstücks… Und ich habe es gemütlich im Kino gesehen – mit Popcorn und allem was dazu gehört. Es war eine spannende Erfahrung. Natürlich fiel der „Bühne“ die Tiefe, aber gestern war ich mal eben in London in National Theatre und habe Frankenstein in traumhafter Besetzung gesehen. Ich habe mich schon lange auf dieses Ereignis gefreut (die Karte habe ich vor zwei Monaten besorgt) und ich muss sagen: ich werde es noch mal tun! Obwohl die Bühne fehlte und man das ganze Spektakel auf einer Leinwand sah, war die Dramatik und die großartige Atmosphäre vorhanden und ich hatte das Gefühl, ich habe den besten Platz! 🙂

Die beiden Hauptdarsteller haben beide Rollen gelernt – die der Victor Frankenstein und die der Kreatur. Ich habe die Version mit Benedict Cumberbatch als the Creature und Jonny Lee Miller als Victor Frankenstein gesehen.

 

One line a day

Wieder mal ein Tagebuch führen… wie gerne ich auf die Zeit zurückblicke, wo ich noch für so was schönes Zeit hatte. Nach einer langen Pause hat die Sehnsucht gewonnen (zum Glück)! Lange gesucht und dank Flow Magazin das Perfekte für mich gefunden – ein „One line a day“ ( a five-years memory book). Das Buch ist sehr simpel aufgebaut: jeder Tag ist oben ausgeschrieben und drunter ergänzt man das Jahr und schreibt drauf los. Und so, nach fünf Jahren hat man auf einer einzigen Seite Gedanken und Ereignisse, die einen die letzten Jahren begleitet haben. Erstmal war ich total begeistert nur eine Zeile/einen Satz pro Tag zu schreiben: „Das schaffe ich!“, sagte ich mir total motiviert. Denkste… Einen Tag im einen Satz zu pressen erfordert viel mehr Zeit als eine volle Seite mit meinen Gedanken vollzukritzeln. Tja, ich bin eben ein Denker-Philosoph 😉 ich habe trotzdem die Herausforderung angenommen und mich der Challenge gestellt. Von anfänglicher Panik ist nach zwei Wochen keine Spur mehr zu sehen und ich habe beobachtet, dass ich abends, wenn ich meine Tagebuch-Zeit habe, mich total entspanne und runter komme. Ein fast meditatives Ereignis. Ein neues Ritual. Ich bin gespannt wie mein Leben und meine Gedanken sich in den nächsten 5 Jahren so machen und entwickeln.

Ja, ich habe jetzt auch einen 5-Jahres-Plan 🙂 Zwar einen Plan ohne Ziel, aber ist der Weg nicht das Ziel? Ich bin auf diese Reise total gespannt.